Unsere Schloßberghütte
Unsere Schloßberghütte

 

Geschichte der Ortsgruppe

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In einer Ausschusssitzung der Freien Turnerschaft kam im Jahr 1923 der Vorschlag, einen Naturfreunde-Verein zu gründen. Der Anfang wurde mit bescheidenen 15 Interessenten gemacht. Die erste Vorstandschaft setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Vorstand Ludwig Meier
Erster Kassier Paul Lechermann
Erster Schriftführer Anna Stallwanger

Am 06.01.1924 wurde dann Paul Lechermann zum 1. Vorstand

gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis Mai 1933. Es war eine sehr schöne Zeit bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten. Leider ist uns über unsere Ortsgruppe aus der Zeit vor 1933 nichts überliefert, da alle Unterlagen während des NS-Regimes aus Sicherheitsgründen verbrannt wurden.
Trotz des Verbots trafen sich die Vereinsmitglieder heimlich alle Monate und hielten ihre Versammlungen in der Halle der Freien Turnerschaft ab. Das ging einige Zeit gut, dann wurde es aber zu gefährlich und man musste vorübergehend aufgeben. In dieser Zeit wurde der 1. Vorstand Paul Lechermann viermal von der Arbeit weg verhaftet und zum Verhör gebracht, gottseidank ohne Erfolg. Auch wurde eine Hausdurchsuchung bei Lechermann und bei Toni Forster durchführt. Forster war gerade mit den Akten zu Hans Oberpriller unterwegs, als er sich mit einem Kriminalbeamten an der Haustür kreuzte. Forster und Oberpriller haben dann sämtliche Vereinsunterlagen an der Mauer der Burg Trausnitz vergraben. Das war aber auch noch nicht sicher genug und so beschloss man im Ausschuss, sämtliche Unterlagen zu vernichten. Paul Lechermann und Xaver Zellner haben alles im Garten des 1. Vorstands verbrannt. Anschließend wurde dann noch eine Ausschusssitzung bei Paul Lechermann in der Wohnung einberufen und beschlossen, sämtliche vorhandenen Gegenstände und das gesamte Bargeld an die Mitglieder zu verteilen.
 
Im Jahre 1947 wurde die Ortsgruppe Landshut wieder ins Leben gerufen. Ihr stand bis zu seinem Tod 1952 Paul Lechermann als

1. Vorstand vor.
 
Ein größeres Ereignis war im Jahr 1948 der Baubeginn der Schloßberghütte auf einer bewaldeten Anhöhe über Schloß-
berg, versteckt zwischen Bäumen und umgeben von Wallgraben aus der Keltenzeit. Aus den Trümmern des zerbombten Hauptbahnhofs in Landshut hatte man etwa 5000 Ziegelsteine ausgegraben, in mühsamer Arbeit vom Mörtel befreit und weglos über jeweils 50 Höhenmeter (seinerzeit gab es die Treppe noch nicht) und unter großen Anstrengungen auf den Schloßberg transportiert. Ferner mussten Teile aus einer überlassen Holzhütte, Wasser, Kalk, Zement usw. auf den Berg getragen werden. In rund 5000 freiwilligen Arbeits-stunden hatten die Mitglieder während ihrer Freizeit dieses Projekt erstehen lassen. Die Schloßberghütte konnte dann endlich im Jahr 1949 eingeweiht werden.
 

Nach dem Tod von Paul Lechermann im Jahr 1952 wurde Ludwig Held 1. Vorstand. Dieses Amt bekleidete er bis 1969.
Von 1970 – 1977 übernahm Georg Rennschmid den Vorsitz.
Ab Anfang 1978 – Ende 1997 (also 20 Jahre) stand Helmut Pollinger der OG Landshut als 1. Vorstand vor.

Von 1998 – 2013 führte Manfred Herrnreither den Verein als Vorstand

Seit 2014 – ist Siegfried Schellin Vorstand

Im Rahmen der Fachgruppenarbeit wird derzeit ein umfassendes Programm angeboten:

  • Skifahrten und Skihochtouren
  • Klettersteigtouren und Gebirgswanderungen
  • Wanderungen im Bay.Wald und Radtouren rund um Landshut
  • Unternehmungen für Kinder und Jugendliche. 
  • Betrieb auf der NaturFreunde-Hütte bei Schloßberg

Unseren Gründungsmitgliedern und allen älteren Mitgliedern, die in einer wirtschaftlich schwierigen und äußerst gefährlichen Zeit so viel für den Verein geleistet haben, muss unser ganz besonderer Dank gelten und uns als Nachfolger verpflichten, ihr Vermächtnis zu bewahren und in Ehren zu halten